Sonntag, 24. August 2014

Cape Cod (New England)



Wir sind sehr früh aufgestanden, um nochmals Newport zu sehen. Wir genossen nochmals kurz den Hafen und sind dann zu unserem heutigen Ziel – „Cape Cod“ aufgebrochen. Wir sind über eine große Brücke, die der Brooklyn Bridge gleicht, nach Sandwich gefahren. Dann immer weiter der Route 6A gefolgt. Die 6A liegt direkt an der Küste und bietet ein wundervolles Panorama. Wir passierten schöne Häuser, Villen, Anwesen, Riesen-Supermärkte und eine tolle Strandpromenade. Ein berauschender Mix von Eindrücken. Next Stopp: Sandy Neck Beach! Laut Insider Quellen – der tollste Strand in ganz Amerika. Unsere Erwartungen waren groß. Der Strandabschnitt ist extrem schwer zu finden. Es führt nämlich nur eine super schlecht ausgeschilderte Straße zu unserem Ziel – die Sandy Neck Road. Sie geht von der 6A ab. Jetzt noch 15$ Parkgebühren. Dieser Strandabschnitt ist privat, wie so viele in den USA. Endlich angekommen. Zuallererst waren wir enttäuscht. Der Sand war nicht so fein und weiß wie auf Long Island. Doch das Wasser war unbeschreiblich klar. In meiner Erinnerung habe ich noch kein so klares Wasser gesehen, selbst in der dominikanischen Republik nicht. Wir sind immer tiefer Richtung offenes Meer gelaufen, allerdings waren nur unsere Beine vom Wasser bedeckt. Wir wissen nicht, wie tief wir noch ins Meer hätten laufen müssen, damit die Meerestiefe deutlich zunimmt, um den gesamten Körper zu bedecken. Ein kleines Power Napping später ging es weiter Richtung Provincetown, am obersten Zipfel von Cape Cod.



Die Motel-Suche: Auf dem Weg hielten wir immer wieder Ausschau nach einem Motel. Die Nächte davor hatten wir tolle Unterkünfte zwischen 69$ und 79$ pro Nacht für uns beide gefunden. Das sind ca. 50€ bis 60€ die Nacht. Das ist ein super Preis von 25€ bis 30€ pro Person. Inbegriffen waren bis dahin: ein Kingsize Bett, eine Kaffeemaschine, Kaffee, Milch, Mikrowelle, geräumiges Bad, Bügeleisen, Fernseher und free WLAN. Doch auf Cape Cod wurden ganz andere Preise abgerufen. Wir hatten uns vorher ein wenig im Internet auf den Seiten priceline.com (amerikanische Homepage für günstige Angebote) und booking.com informiert. Für booking.com läuft in den USA gerade mächtig viel Werbung im Fernsehen J Zurück zum Thema – wir fanden nur Angebote im Bereich von 269€ bis 739€. Das konnten und wollten wir nicht in Anspruch nehmen. Leider gab  es auch keine besseren Coupons an den Supermärkten oder an den Tankstellen. Zur Info: In den USA liegen immer mal wieder Coupons aus, welche günstige Motel Zimmer offerieren.  Also versuchten wir es auf eigene Faust. Ein bisschen Abgeschieden lag das schnucklige Sandy Neck Motel. Die Zimmer bestachen mit einer maritime Decko. Wir bekamen für die Nacht einen Preis von 99$ - ca. 75€ (mit Discount). Wir beendeten damit die Suche.

Es ging immer weiter auf der 6A, um die Landschaft und die Häuser zu bestaunen, in Richtung Provincetown. Wir machten nochmals einen kleinen Stopp beim National Seashore. Ein toller Abschnitt. Endlich in Provicentown angekommen, werden wir mit einem sensationellen Hafen überrascht. Der Hafen war überfüllt von Yachten. Natürlich warfen wir, den ein oder anderen Blick auf und in die Yachten. Wir liefen an der Strandpromenade entlang. Es herrschte ein buntes Treiben. Wir haben noch nie so viele gleichgeschlechtliche Paare auf einmal gesehen. Das war der Christopher Street der USA. Überall Kostüme von Batman, Superman, eine Meerjungfrau auf einem Rollstuhl und meisten einfach nur ein String-Tanga, um das nötigste zu bedecken. Es war ein Spektakel durch die Straßen zu laufen. Es gab Live-Musik, es wurde mit weit über 100 Personen Bingo gespielt und die Hotels waren sehr interessant geschmückt. An einem Hotel haben die Aufblaspuppen Superhelden - Batman im unteren Lendenbereich mit Hulk gespielt. Unser Magen knurrte und so ging es in ein kleines Restaurant. Das Essen war sehr lecker – es gab Fish and Chips und Burger. Es war nun schon sehr spät, also machten wir uns wieder auf den Weg. Auf dem Rückweg nahmen wir die hohe Polizeipräsenz war. Manchmal konnten wir die Kostümierten allerdings nicht von den „echten“ Polizisten unterscheiden...















Provinetown ist MAN HUNT TERRITORY!




Auf dem Heimweg sind wir über die Route 6 gefahren. Das ging schneller als über die 6A. Die dunkle Nacht wurde durch das Polizeilicht erhellt. Aus den Straßengräben tauchte auf einmal Blaulicht auf. Wir blieben von Kontrollen verschont, aber an diesem Abend hat es viele andere erwischt J

Gute Nacht Cape Cod.

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