Donnerstag, 2. April 2015

Neuseeland - Südinsel Part V - Milford Sound

22.03.2015: Noch leicht unter Strom vom Vortag nahmen wir Abschied von den Hostel-Freundschaften und machten uns auf den Weg nach Te Anau. Dabei gab es auch wieder einige schöne Berge und Wolken zu sehen:



Te Anau ist das Tor nach Milford Sound. Der Te Anau See ist der größte See auf der Südinsel. Direkt am See liegt das Visitor Center und unsere Unterkunft der Campinplatz Te Anau Lakeview Holiday Park.

Das Visitor Center sollte unbedingt aufgesucht werden, um sich über Milford Sound zu erkunden. Dort wurden wir mit einer detaillierten Karte für den Weg nach Milford Sound ausgestattet. Auf der Karte sind alle Sehenswürdigkeiten und Wanderwege verzeichnet.

Danach erkundeten wir noch die Innenstadt. In meinen Augen, ist Te Anau ein kleines abgeschiedenes Dorf, dass mit einem wundervollen See aufwartet.

23.03.2015: Eine 120 km ausgebaute Straße führt von Te Anau nach Milford. Das ist wohl die mit Abstand schönste Bergstrecke Neuseelands. Völlig entspannt haben wir uns einen ganzen Tag eingeplant, um die Strecke in vollen Zügen zu genießen. Hier kurz die wichtigsten Stopps zusammengefasst.

Eglinton Valley

Mirror Lake

Knobs Flat
 

Lake Gunn


Homer Tunnel
 

The Chasm
 


Milford



All die Stopps sind sehr einfach zugänglich und nach nur wenigen Gehminuten zu erreichen. Es gibt noch viele weitere Wanderungen auf dem Weg nach Milford. Eine Lunch-Box für den Weg ist empfehlenswert, denn auf der gesamten Strecke sind Café und Restaurants sehr rar.

In der Milford Sound Lodge haben wir übernachtet. Die Gemeinschaftsbäder waren sauber. Einzig die Gemeinschaftsküche für Selbstversorger schien aus allen Nähten zu platzen. Eingekesselt von Bergen lassen wir den Tag ausklingen und schlafen mit voller Vorfreude auf den nächsten Morgen ein.

24.03.2015: Eine wundervolle Bootstour durch die Fjordlandschaft bis zum Tasman Sea stand uns bevor. Um 08.30 Uhr waren wir am Hafen. Um 09.00 Uhr hat die Fahrt begonnen. Über bookme konnten wir uns sehr günstige Tickets sichern. 


Dank der Nebensaison teilten wir uns ein Boot mit nur sehr wenigen Gästen. Sogar für das leibliche Wohl war gesorgt – ein warmes Sandwich und ein Orangensaft waren inklusive. Die restliche Fahrt befanden wir uns auf dem Oberdeck und genossen die Aussicht und die mystische Stimmung welche die Fjordlandschaft transportierte.







Es gab auch Wasserfälle, Robben und Delphine zu sehen!


 

Nach all den Eindrücken hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen. In einem wackligen Gang ging es wieder zu unserem geparkten Auto. Gemütlich fuhren wir nach Te Anau und bezogen einen Campingplatz. Auf dem Weg gab es noch ein paar Schnappschüsse:



Marina Falls


Ein sehr wichtiger Hinweis zu Milford Sound. Ursprünglich wollten wir die viertägige Wanderung am Milford Sound machen – der Milford Track. Allerdings ist der Wanderweg streng limitiert. Es dürfen pro Tag maximal 40 unabhängige Wanderer und 50 Wanderer in geführten Touren auf den Track. Aus dem Grund wurde ein Buchungssystem eingeführt. Als wir uns zwei Wochen zuvor erkundigten war der Milford Track bereits bis Oktober 2016 ausgebucht. Im Visitor Center wurde uns empfohlen mindestens ein Jahr im Voraus zu Buchen.

Neuseeland - Südinsel Part IV - Queenstown und die Adventure Droge

18.03.2015: Nach dem vielen Wandern, bettelten unsere Schuhe danach geputzt zu werden. Die Sonne verhalf zum Trocknen und auch wir nutzten die Sonnenstrahlen.


An dem Aussichtspunkt Piek Viewpoint können die Gletscher aus der Ferne beobachtet werden. Von einer Wolke verdeckt, ist der Mount Cook.


Für einen ausgedehnten Spaziergang ging es noch zum Lake Matheson. Der See ist bekannt dafür, dass sich die Landschaftsbilder der Umgebung darin spiegeln. Allerdings verschaffte uns ein starker Wind einige Wellen...


Ein wenig Geduld - und wir hatten unseren gewünschten Schnappschuss:

19.03.2015: Die viereinhalbstündige Fahrt nach Queenstown wollte mir zuerst gar nicht gefallen. Puh – ein lange Zeit im Auto. Wenn da nicht diese tolle Landschaft gewesen wäre. Aus Australien waren wir es noch gewohnt, über mehrere Stunden hinweg im Outback oder auch in den Küstenregionen von einer eintönigen und ausgetrockneten Steppenlandschaft begleitet zu werden. Der Sekundenschlaf war da vorprogrammiert.

Doch in Neuseeland entwickelten wir uns zu regelrechten Landschaftsliebhabern. Hinter jeder Kurve, hinter jedem Hügel und hinter jedem Schäfchen, versteckte sich eine Traumkulisse, welche von unseren Augen entdeckt werden wollte. Bewusst wurde uns das, als wir die Bilder der letzten Wochen auswerteten – unsere Sammlung besteht aus sehr vielen Landschaftsbildern! Doch auch das birgt während einer Autofahrt große Gefahren, denn unser Blick war oftmals viel zu lange von der Straße abgelenkt :-)

Falls einer unserer Leser mal in den Genuss kommen sollte nördlich von der Westküste nach Queenstown fahren zu dürfen – das ist nur ein kleiner Eindruck. Viel Spaß beim Genießen!

Lake Wanaka

Lake Hawea


Queenstown liegt in einem Tal direkt am Wasser am Lake Wakatipu. Als Unterkunft diente uns ein brandneues Maori Hostel - das Tahuna Pod Hostel. Die Angestellten und der Inhaber sind Maori. Mit liebevollem Detail wurden die Räume gestaltet und dekoriert. Geschlafen wir nicht in einem herkömmlichen Bett, sondern in Pods. Das sind mit Vorhängen abgetrennte Schlafkajüten. Das Hostel befand sich noch im Aufbau. Das kam uns sehr entgegen. Die wenigen Gäste waren wir eine kleine Familie und wir konnten schöne und tiefgreifende Gespräche mit anderen Langzeit-Travellern führen. 

20.03.2015: Die Innenstadt ist sehr schnell erkundet. Auf engstem Raum befinden sich eine Vielzahl von Restaurants, Cafés und Shops. Queenstown ist auch als Adventure-Stadt bekannt – so findet sich an jeder Straßenecke eine Vermittlungsagentur für Adventure-Tätigkeiten.

Eine der vielen Einkaufs- und Schlemmpassagen von Queenstown

Im Hintergrund der Lake Wakatipu

Hier aus der Nähe




Einige Veranstaltungen fanden parallel statt, von denen wir viel zu wenige Bilder gemacht haben. Darunter ein Harley-Davidson Biker-Treffen und ein Halfpipe Bike Festival.
  
Irgendwann sind auch wir den ständigen Verführungen und verlockenden Angeboten der Restaurants erlegen. Also wenn wir schon mal was Essen gehen – dann doch in das beste und angesagte Fergburger Restaurant. Bereits auf der Nordinsel wurde uns von Travellern und einigen Neuseeländern davon berichtet. Allerdings waren wir uns im Vorfeld nicht darüber bewusst, worauf wir uns da eingelassen hatten. Eine Schlange bis auf die Straße, eine Wartezeit von 20 Minuten um eine Bestellung aufzugeben und weitere 20 Minuten für den Burger. Hat es sich gelohnt? JAWOHL – ein super leckerer Burger mit Geschmack und Charakter:



21.03.2015: Selbstverständlich gehört auch Adventure auf das Programm, wenn man schon mal in Queenstown ist. Also schnappten wir uns die Gondel, um die Spitze von Queenstown zu erklimmen. Ein MUST-DO! Die Fahrt mit der Gondel ist wundervoll und die atemberaubende Sicht ist kaum zu beschreiben.


Auf der Spitze befindet sich ein prunkvolles Gebäude. Erstklassige Gastronomie, perfekte Lage und brandneues Equipment. Eine Außenterasse führt um das gesamte Gebäude und bietet einen Rundumblick auf Queenstown aus der Vogelperspektive.



Eine kleine Seilbahn führt noch höher zu einer Luge-Rennbahn und zu den Fallschirmspringern. 

Der gesamte Himmel war bedeckt von den Fallschirmspringern und um uns herum war ein lebendiges Gelächter, Gejohle und rasantes Treiben. 



So ließen wir uns anstecken und inhalierten die Queenstown Adventure Droge. Über die 800 Meter lange Rennbahn schlitterten wir den Berghang hinab, um dann mit der Seilbahn wieder nach Oben gebracht zu werden, um weitere Male hinunter zu sausen!



Doch mein persönlicher Höhepunkt war der Freestyle Bungy-Jump. Das lebensrettende Seil wird an den Hüften angebracht, was mir erlaubte einen Sprung mit vollem Anlauf zu nehmen. Das Adrenalin schoss ein weiteres Mal durch meinen Körper und völlig fokussiert schwebte ich für kurze Zeit in der Luft!

Nach all der Adrenalinausschüttung, dauerte es eine Weile bis ich wieder gesattelt war...